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Frankfurter Kreuz: Die Mainmetropole ist beim Thema Ablenkung ganz vorne

DA Direkt Ablenkungsstudie 2026: Selbsteinschätzung und Unfallhäufigkeit gehen in Frankfurt weit auseinander

Frankfurt/Main 04.11.2026: Wer im Rhein-Main-Gebiet unterwegs ist, braucht offenbar besonders starke Nerven. Die aktuelle Ablenkungsstudie von DA Direkt zeigt: Autofahrer in Frankfurt und der Metropolregion gehören zu den am stärksten abgelenkten Verkehrsteilnehmern Deutschlands. Die Mainmetropole erreicht im Ablenkungsindex der aktuellen DA Direkt Ablenkungsstudie 22 von 100 Punkten. Das sind sechs Punkte mehr als im Bundesdurchschnitt und zugleich der Spitzenplatz. Unter den sechs größten Städten folgen Hamburg und München mit jeweils 20 Punkten, Berlin mit 18, Düsseldorf mit 17 und Köln mit 16 Punkten.

Der von Civey im Auftrag von DA Direkt erhobene Ablenkungsindex bündelt unterschiedliche Ablenkungsformen zu einem Wert zwischen 0 und 100. Berücksichtigt werden unter anderem die Nutzung des Smartphones, die Bedienung von Infotainment und Navigation, Essen und Trinken, die Suche nach Gegenständen sowie intensive Gespräche mit Mitfahrenden. Je häufiger und je mehr dieser Verhaltensweisen die Befragten angeben, desto höher fällt der Indexwert aus.

Überdurchschnittliche Unfallhäufigkeit bei ausgeprägtem Selbstbewusstsein

Mit 42 Prozent liegt der Anteil der Frankfurter, die in innerhalb der vergangenen drei Jahre mindestens einen Unfall oder eine gefährliche Situation erlebt haben, ebenfalls über dem Durchschnitt von 39 Prozent. Gleichzeitig sind sie überdurchschnittlich von ihren Fähigkeiten am Steuer überzeugt. So geben 20 Prozent selbstbewusst zu Protokoll, mehrere Dinge am Steuer gleichzeitig tun zu können – doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Jeder zweite Frankfurter meint zuverlässig zu erkennen, wenn Ablenkung gefährlich wird. Auch damit nimmt Frankfurt unter den deutschen Metropolen einen Spitzenplatz ein.

„In Frankfurt zeigt sich ein besonderes Kreuz: Denn die Ergebnisse offenbaren eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen Risikobewusstsein und Selbsteinschätzung“, sagt Silvia Künnemann, Leiterin Product & Customer Experience bei DA Direkt. „Viele Autofahrer wissen grundsätzlich, dass Ablenkung gefährlich ist. Gleichzeitig vertrauen sie darauf, selbst einschätzen zu können, wann eine Ablenkung noch harmlos ist. Genau darin liegt ein erhebliches Risiko.“

Ablenkung führt regelmäßig zu konkreten Fahrfehlern

Tatsächlich zeigt die Studie, dass Ablenkung für viele Autofahrer bereits spürbare Folgen hatte. Nach konkreten Situationen in den vergangenen 12 Monaten gefragt, berichten knapp 17 Prozent der befragten Frankfurter von zu spätem Bremsen aufgrund von Ablenkung. 19 Prozent sind unbeabsichtigt von ihrer Spur abgekommen und fast jeder Zehnte (9 %) erlebte wegen Ablenkung einen Beinahe-Zusammenstoß.

Wenn das Handy ruft

Interessant ist dabei auch der Blick auf die tatsächlichen Ablenkungsquellen. Rund ein Drittel der Frankfurter telefonieren zumindest gelegentlich mit dem Smartphone in der Hand – doppelt so viele wie der Bevölkerungsdurchschnitt. Bei auffälligen Passanten kehrt sich das Verhältnis um: Ihnen schauen deutschlandweit 35 Prozent der Autofahrer gerne einmal hinterher, in Frankfurt hingegen nur jeder Vierte. Ebenfalls besonders verbreitet sind intensive Gespräche mit Mitfahrenden, die Auswahl von Musik oder Podcasts sowie Einstellungen an Navigation oder Infotainmentsystemen während der Fahrt.

„Viele Ablenkungen wirken harmlos, weil sie alltäglich sind“, erklärt Kfz-Versicherungsexpertin Künnemann. „Doch Aufmerksamkeit kennt keine Prioritäten. Schon wenige Sekunden, in denen der Blick oder die Gedanken nicht auf das Verkehrsgeschehen gerichtet sind, können zu einer kritischen Situation führen.“

Die DA Direkt Ablenkungsstudie 2026

Online-Befragung unter 5.000 Bundesbürgern ab 18 Jahren, die regelmäßig mit dem Auto unterwegs sind (mind. Einmal im Monat) durch Civey im Auftrag von DA Direkt; die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 bis 2,6 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis; Befragungszeitraum September 2026.

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