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Mehrheit der Deutschen lehnt die Kaufprämie der Bundesregierung  für den Kauf von Elektroautos ab
Zur medialen Verwendung / Bildrechte: DA Direkt

Pressemitteilung -

E-Auto Prämie überzeugt kaum

Frankfurt/Main 22.04.2026: Über die Hälfte der Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland (57 %) bewerten die neue Kaufprämie der Bundesregierung für E-Autos negativ. Lediglich eine kleine Minderheit von 6 Prozent der potenziellen Autokäuferinnen und Autokäufer plant, die Förderung in Anspruch zu nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Civey-Befragung im Auftrag des Direktversicherers DA Direkt.

Wird der Effekt von Kaufanreizen und Fördermaßnahmen der Politik und der Hersteller auf die aktuell steigenden Zulassungszahlen von Elektroautos überschätzt? Die Zahlen deuten darauf hin, dass dem zeitlichen Zusammenhang womöglich keine Kausalität zugrunde liegt. Unterschiede in der Bewertung der Fördermaßnahme bestehen je nach Antriebsart. So steht jede zweite Person mit Elektroauto der Prämie grundsätzlich positiv gegenüber. Demgegenüber befürworten nur 22 Prozent der Verbrennerfahrenden die Prämie.

„Gerade diejenigen, die zum Umstieg auf Elektroautos bewegt werden sollen, lehnen die Kaufprämie mehrheitlich ab. Zu den weiterhin bestehenden Vorbehalten gegenüber E-Autos kommt die aktuell ohnehin wirtschaftlich angespannte Lage hinzu, in der weniger Menschen über die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs nachdenken“, sagt Silvia Künnemann, Leiterin Product & Customer Experience bei DA Direkt.

Investitionen in die Infrastruktur statt Helikoptergeld

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur hinkt nach Ansicht der Befragten dem Bedarf hinterher. Lediglich 13 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger bewerten das Angebot als gut. Eigene Reiseerfahrungen mit dem E-Antrieb relativieren diese Wahrnehmung zumindest teilweise. So empfinden immerhin 38 Prozent der E-Autofahrenden das Angebot an Ladesäulen als gut. Unter den Verbrennerfahrenden herrscht hingegen große Skepsis: Zwei Drittel von ihnen bewerten die Ladeinfrastruktur als schlecht.

Unter den Störfaktoren bei öffentlichen Ladestationen dominieren unübersichtliche Preisstrukturen und Bezahlmöglichkeiten, zu wenige Schnellladesäulen (DC-Lader) sowie eine geringe Aufenthaltsqualität vor Ort. Vermisst werden häufig Sanitäranlagen bei größeren Ladeparks sowie Überdachungen zum Schutz vor Regen oder Hitze während des Ladevorgangs.

„Die Befragten geben ein klares Votum gegen die E-Auto-Förderung ab. Anstelle einer Subvention einzelner Fahrzeuge wäre die Förderung der Ladeinfrastruktur in Deutschland nachhaltiger und volkswirtschaftlich interessanter“, so Kfz-Versicherungsexpertin Künnemann.

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Befragungsmethodik

Civey hat für DA Direkt vom 04.03. bis 13.03.2026 online 2.500 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren sowie 1.000 Fahrende von Pkw mit Elektroantrieb befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,5–6,2 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.


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