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Pressemitteilung

Tunnel, Tiefgarage, Teilkasko: Was gilt bei brennenden E-Autos?

Frankfurt a.M., 13.07.2026 - Die Sicherheit von Elektroautos in Tiefgaragen und Tunneln treibt viele Menschen um. Mehr als jeder Zweite hält E-Autos in Tunneln und Tiefgaragen für brandgefährlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Das zeigt eine repräsentative Befragung von Civey im Auftrag des Direktversicherers DA Direkt.

Wird die Fahrt in den Sommerurlaub mit zunehmender Verbreitung der Elektromobilität nun zu einem größeren Risiko? Tatsächlich sprechen Experten eine andere Sprache: Weder ist das Brandrisiko generell erhöht, noch gelten für E-Autos pauschal strengere Einschränkungen in Tunneln oder Parkhäusern.

Wie gefährlich sind E-Autos in Tunneln und Tiefgaragen wirklich?

56 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass von Elektrofahrzeugen in Tunneln oder Tiefgaragen ein höheres Brandrisiko ausgeht als von Verbrenner-Fahrzeugen. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer (GDV) brennen Elektroautos jedoch nicht häufiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor[1]. Zudem verfügen die Feuerwehren mittlerweile über umfassende Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen und spezialisierte Einsatzpläne.

Für den Fall eines Brandes gelten für Tunnel und Tiefgaragen ausgefeilte Sicherheitskonzepte. Unabhängig vom Antrieb eines in Brand geratenen Fahrzeugs gelten einheitliche bauliche und sicherheitstechnische Standards wie Belüftungssysteme, Fluchtwege und Brandmeldetechnik. „Seltene Fälle, in denen Betreiber von Parkhäusern Verbote für Elektroautos aussprechen, sind in aller Regel auf unzureichende bauliche Gegebenheiten oder ungenügende Lüftungsanlagen zurückzuführen. So können etwa beengte Platzverhältnisse wie geringe Deckenhöhen unter 2,10 Meter eine Bergung durch Feuerwehrfahrzeuge erschweren“, sagt Silvia Künnemann, Leiterin Product & Customer Experience bei DA Direkt.

Wie werden brennende E-Autos in Tunneln und Tiefgaragen gelöscht?

Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass Batteriebrände nicht mit Wasser gelöscht werden dürfen. Tatsächlich ist es genau andersherum. Brennende Batterien erzeugen den Sauerstoff für die Verbrennung direkt von innen mit. Deshalb kann ein Akkubrand nicht mit klassischen Methoden wie Löschdecken, Sand oder Schaum erstickt werden.

Brennende E-Autos werden daher mit Wasser gekühlt, bis der Brandherd erstirbt. Zur Vermeidung von Wiederentzündungen werden auch Löschcontainer eingesetzt und das Fahrzeug weiter gekühlt.

Wer haftet für die Schäden?

Große Unsicherheit besteht zudem bei der Frage, wer im Schadensfall haftet, besonders in Tiefgaragen oder gemeinschaftlich genutzten Anlagen. Sieben von zehn Befragten wissen nicht, ob Brandschäden an E-Autos von der Teilkaskoversicherung übernommen werden. Komplizierter wird es zudem in Tiefgaragen oder gemeinschaftlich genutzten Anlagen.

Das sind die wichtigsten Punkte:

  • Brandschäden am eigenen Fahrzeug sind unabhängig von der Antriebsart sowohl über die Vollkasko- als auch über die Teilkaskoversicherung abgedeckt.
  • Sofern ein Verschulden vorliegt, werden Schäden an Gebäuden oder anderen Fahrzeugen über die Kfz-Haftpflichtversicherung des Verursachers reguliert.
  • Für die Betreiber von Parkhäusern und Tiefgaragen gelten die gleichen Haftungsmaßstäbe wie bei konventionellen Fahrzeugen.

„Unsere Befragungsergebnisse zeigen eine große Unsicherheit beim Versicherungsschutz. Dabei ist die Rechtslage eindeutig. Elektroautos sind regulär in bestehende Versicherungssysteme integriert“, sagt Versicherungsexpertin Silvia Künnemann.


[1] Brennen E-Autos wirklich öfter? Zahlen und Fakten, Gesamtverband der Versicherer, Zuletzt aufgerufen am 10.07.2026

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Befragungsmethodik

Civey hat für die DA Versicherung vom 3.6. bis 4.6.2026 online 2.500 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,9 bis 5,7 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

Die DA Direkt Versicherung

DA Direkt ist eine Tochtergesellschaft der Zurich Gruppe in Deutschland mit Beitragseinnahmen (2024) von 343 Millionen Euro und rund 1,4 Millionen Versicherungsverträgen. Seit über 40 Jahren immer für Sie da.

Der Direktversicherer bietet das Beste aus zwei Welten: Digital und persönlich. Bequeme digitale Services und persönliche Unterstützung rund um die Uhr. Als Teil der weltweit erfolgreichen Zurich Insurance Group kombiniert DA Direkt fundiertes Versicherungswissen mit innovativem Vordenken der internationalen Unternehmensgruppe.

Weitere Informationen: www.da-direkt.de

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